Ehrenmitglied in der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Freiburg Matsuyama

Hansjörg Seeh, © DJG Freiburg Matsuyama e.V.Hansjörg Seeh seit 13. Oktober 2017 Ehrenmitglied der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Freiburg Matsuyama e.V.

Die bei der diesjährigen „Jahreshauptversammlung“ unseres Vereins am 13. Oktober 2017 versammelten Mitglieder wählten Herrn Hansjörg Seeh, Erster Bürgermeister a. D. der Stadt Freiburg im Breisgau, einstimmig zum Ehrenmitglied. Herr Seeh nahm die Wahl dankend an und ist damit das erste Ehrenmitglied der Japanisch-Deutschen Gesellschaft Freiburg Matsuyama e.V. Wir gratulieren Herrn Seeh hierzu sehr herzlich und danken ihm für seine fortwährende Unterstützung unseres Vereins mit Rat und Tat.

Herr Seeh hat sein Leben der Sozialpolitik verschrieben. Er war bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2002 gut 35 Jahre auf diesem Gebiet politisch für die Stadt Freiburg tätig. Seit 1967 als Gemeinderatsmitglied (SPD-Fraktion), danach zwölf Jahre als deren Vorsitzender und ab 1988 als Bürgermeister für Jugend und Soziales, ab 1999 als Erster Bürgermeister und Stellvertreter des Oberbürgermeisters. Sein besonderes hauptamtliches und ehrenamtliches Engagement galt und gilt bis heute der AWO (Arbeiterwohlfahrt) Kreisverband Freiburg, deren Vorsitzender er ist. Darüber hinaus war er in Gremien auf der Landes- und Bundesebene der AWO tätig. Heute ist er Ehrenvorsitzender des AWO-Bezirksverbands Baden. Gleichzeitig gilt sein Engagement auch heute noch weiteren sozialen Organisationen, wie z.B. der Bürgerschaftsstiftung Soziales Freiburg.

Für seinen ehrenamtlichen Einsatz und seine Verdienste während 50 Jahren um die Sozialpolitik in Freiburg, aber auch auf Bezirks- und Bundesebene, wurde Herr Seeh im März 2017 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Herr Seeh ist Japan – insbesondere der Stadt Matsuyama – seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden. Als Gemeinderatsmitglied und als Bürgermeister der Stadt Freiburg setzte er sich sehr für die Städtepartnerschaft zwischen Freiburg und Matsuyama ein, die 1988 vertraglich geschlossen wurde. Die deutsch-japanische Freundschaft ist ihm ein besonderes Anliegen. Bei der Begegnung mit japanischen Gruppen in Freiburg unterstützt er unsere Programmplanung und ist ein wichtiger Gesprächspartner. Seine Ehrenmitgliedschaft in unserem Verein ist daher auch für uns eine besondere Ehre.

Bonenkai und Shinnenkai in Japan

Weihnachtsbaum mit kleinem Buddha © Günter Langenberg

Die Weihnachtsmärkte sind geöffnet und verbreiten ihre Wohlgerüche. Es duftet nach gerösteten Mandeln, Lebkuchen und würzigem Glühwein. Die Adventszeit – die Zeit der Lichter – hat begonnen. Die Menschen erfreuen sich an den vielen hübschen Dekorationen in den Straßen und Geschäften, die Wärme und Gemütlichkeit ausstrahlen. Weihnachten steht vor der Tür.

Auch in Japan feiern viele Menschen Weihnachten, Kurisumasu genannt, obwohl nur rund zwei Prozent der Japaner Christen sind. Mit der weltweit zunehmenden Kommerzialisierung haben Weihnachtsmänner und typischer Weihnachtsschmuck schon lange den Weg in die japanische Gesellschaft gefunden. Weihnachtlich dekoriert sind insbesondere die Kaufhäuser, die großen Hotels und manche Restaurants, aber auch beliebte Einkaufstraßen, z. B. im Ginza-Viertel in Tokyo. Vor allem junge Leute und Familien mit kleinen Kindern feiern oft ein Weihnachtsfest in Form eines schicken Essens zuhause oder in einem Restaurant, wobei auch der Weihnachtskuchen nicht fehlen darf. Als Geschenke werden eher kleine Gaben verteilt. Aus gutem Grund: Das Neujahrsfest – Oshogatsu – ist nicht mehr fern, und dann erhalten die japanischen Kinder traditionell von ihrer Familie und ihren Verwandten reichlich Geldgeschenke, die Otoshidama heißen.
Übrigens: Japan hat 1873 den gregoreanischen Kalender übernommen. Seither findet das Neujahrsfest vom 1. bis 3. Januar statt. Das chinesische Mondjahr, das erst zwischen dem 21. Januar und dem 19. Februar beginnt, wird in Japan offiziell nicht mehr berücksichtigt.

Unsere Vorweihnachtszeit – der Monat Dezember – ist in Japan die Bonenkai-Zeit. Bo heißt Vergessen, nen heißt Jahr und kai heißt Feier. Es handelt sich beim Bonenkai also um eine „Feier zum Vergessen des Jahres“. Der Bonenkai ist auf einen Brauch zum Jahresende zurückzuführen, der bereits eine lange Tradition hat. Er ist heutzutage eine Feier, bei der Arbeitskollegen, Vereinsmitglieder, Studentengruppen und Freundeskreise zusammen essen und trinken und das fast vergangene Jahr Revue passieren lassen. Der Ursprung des Bonenkai reicht weit in die japanische Geschichte zurück. So gilt u.a. ein Fest am Jahresende zu Ehren der Verstorbenen während der Heian-Zeit (794-1192) als ein möglicher Ursprung. In der folgenden Kamakura-Zeit (1192-1333) feierte man zum Jahresende „Toshi wasure“, was ebenfalls „das Jahr vergessen“ bedeutet. Allerdings unterschied sich dieses Fest noch sehr vom heutigen Bonenkai, denn dort wurden nur von den Angehörigen des Adels in einem sehr eleganten und festlichen Rahmen „Kettengedichte“ – Renga – verfasst und vorgetragen. Dieser Brauch wandelte sich allmählich und wurde schließlich von der ganzen Bevölkerung übernommen. Während der Edo-Zeit (1600-1867) bildete sich dann die Form des Bonenkai heraus, wie sie heute allgemein üblich ist.

Der Bonenkai ist ein fester Bestandteil der japanischen Alltagskultur. Man trifft sich, um noch einmal auf das gemeinsam verbrachte Jahr zurückzublicken und auf das gemeinsam Erreichte ein Kampai (Prost) auszubringen. Dabei ist dies zugleich eine gute Gelegenheit, Vorgesetzten oder Kollegen endlich einmal die Meinung zu sagen, insbesondere wenn im Laufe des Abends die als typisch japanisch geltende Zurückhaltung dank des reichlich fließenden Sake nachlässt. Am nächsten Tag ist zwar alles vergeben und vergessen. Trotzdem sollte die „klärende Kraft“ des Bonenkai nicht unterschätzt werden. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, wie es den Japanern gelingt, sich mit den Konventionen im zwischenmenschlichen Umgang zu arrangieren.
Eine typische Bonenkai-Speise ist übrigens Nabe oder – höflicher – Onabe. Nabe heißt Kochtopf. Der Topf steht auf einem kleinen Gaskocher auf dem Esstisch und enthält eine würzige Brühe. In dieser Brühe kocht man in beliebiger Reihenfolge Fischstücke, Meeresfrüchte, dünne Fleischscheiben, Pilze, Gemüse und Nudeln oder Reis. Auf das Gekochte greifen alle, die um den Tisch sitzen, mit ihren Holzstäbchen zu, dippen es in eine Sauce (z. B. auf Soja- oder Sesam-Basis) und lassen es sich gut schmecken.

Übrigens: Der Monat Dezember ist in Japan der 12. Monat – Junigatsu. Er heißt auch Shiwasu, was so viel heißt wie „Priester rennen“. Sie rennen, weil sie mit der Vorbereitung des Neujahrsfestes beschäftigt sind.

Otoso- / Neujahrssake-Set © Günter Langenberg

Wenn das dreitägige japanische Neujahrsfest vorbei ist und man die Arbeit wieder aufnimmt, beginnt die Shinnenkai-Zeit. Es ist die Zeit der Feste zur Begrüßung des neuen Jahres (Shin-nen), die sich über den gesamten Monat Januar erstreckt. Arbeitskollegen und Freunde setzen sich zusammen, essen und trinken gemeinsam und wünschen sich alles Gute für das neue Jahr. Wenn der Chef seine Mitarbeiter einlädt, trinkt man selbstverständlich auch auf das Wohl der Firma oder Arbeitseinheit und die Erreichung gemeinsamer Ziele im neuen Jahr. Man verspricht sich gegenseitig, stets das Beste zu geben und kollegial zu sein, sich weiterhin für das Team einzubringen.

Wir wünschen allen Mitgliedern und Freunden der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Freiburg Matsuyama e.V. ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr.

Japanisches Generalkonsulat München auf Facebook

Liebe Freunde der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Freiburg Matsuyama,

vom Japanischen Generalkonsulat München erhielte wir die folgenden Nachricht:

Sehr geehrte Damen und Herren,

auch wir sind jetzt mit einer offiziellen Seite auf Facebook!

Sie finden das Japanische Generalkonsulat München unter
https://www.facebook.com/Japanisches-Generalkonsulat-München-309875259491648/

Wir hoffen mit aktuellen Informationen künftig noch mehr Deutsche und Japaner für Veranstaltungen und den deutsch-japanischen Austausch in Bayern und Baden-Württemberg interessieren zu können. Vielleicht können wir auf diese Weise ja auch den einen oder anderen zur aktiven Teilnahme am Austausch ermutigen!

Wir werden uns darum bemühen, unsere Facebook-Präsenz so interessant und hilfreich wie möglich zu gestalten und würden uns sehr freuen, Sie schon bald auf unserer Seite begrüßen zu dürfen. Bitte lassen Sie uns ein „gefällt mir“ da und geben Sie diese Informationen auch in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis weiter.

Herzlichen Dank!

Takafumi Iida
Vizekonsul

Bürgerreise 2018 nach Matsuyama (Japan) und Suwon (Südkorea)

Das Jahr 2018 steht im Zeichen des 30-jährigen Städtepartnerschaftsjubiläums von Freiburg im Breisgau und Matsuyama. Die Stadt Freiburg kündigt in diesem Zusammenhang eine kombinierte Bürgerreise in die Partnerstädte Matsuyama (Japan) und Suwon (Südkorea) in der Zeit vom 04. bis 16.10.2018 an und weist in ihrem Schreiben an die DJG vom 20.11.2017 auf Folgendes hin:

„Sobald ein Programm und nähere Informationen vorliegen, können Sie diese auf unserer Homepage http://www.freiburg.de/pb/Lde/208889.html (Pfad: www.freiburg.de > Rathaus und Bürgerservice > Partnerstädte > Bürgerreisen) einsehen.“

Es gibt auch die Möglichkeit, sich für den Newsletter zu den Partnerstädten anzumelden, der in unregelmäßigen Abständen erscheint und dann vom Referat für Internationale Kontakte und Protokoll der Stadt Freiburg per E-Mail zugesandt wird. Die Anmeldung kann man unter folgendem Link vornehmen:
http://www.freiburg.de/pb/Lde/888845.html (Pfad: www.freiburg.de > Rathaus und Bürgerservice > Partnerstädte > Aktuell)

Stammtisch Dezember 2017

Wir möchten an dieser Stelle auf den nächsten Stammtisch der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Freiburg Matsuyama e.V. hinweisen. Er findet am 06. Dezember 2017 im Restaurant Mai Garden, Habsburger Straße 105, um 19 Uhr, statt (im Keplerturm neben der Post). Neben den Mitgliedern der Deutsch-Japanischen Gesellschaft sind auch interessierte Personen herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Zur Planung dieses Stammtischs bitten wir um eine Anmeldung über Doodle.

独日協会フライブルク松山会の次回のStammtisch(月例会)は、2017年12月6日(水)19時より、レストランMai Garden http://www.maigarden-freiburg.de/index.php/ct-menu-item-5 (住所: Habsburgerstraße 105 79104 Freiburg、トラム4番線Tennenbacherstr.停留所の目の前です。)にて行われます。会員でない方も大歓迎です!ぜひお越し下さい。

席の予約の為、ご参加される方は Doodle にお名前のご登録をお願い致します。

Wälder der Welt: Japan

Wälder der Welt: JapanLiebe Freuende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Freiburg Matsuyama,
wir möchten Sie auf die folgende Veranstaltung aufmerksam machen:

Japan steht im Mittelpunkt der Veranstaltung „Wälder der Welt“
am Sonntag, 26. November, von 11 bis 17 Uhr im WaldHaus
Freiburg
.

Lichtbildvorträge, Infostände, Kulturprogramm und
landestypische Spezialitäten // In Kooperation mit dem Eine Welt
Forum Freiburg und der Deutsch-Japanischen Gesellschaft
Freiburg Matsuyama. // Eintritt frei

Nähere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung „Wälder der Welt: Japan“.

Unser neuer 2. Vorsitzender

Günter Langenbergheißt Günter Langenberg und ist Japan in ganz besonderer Weise verbunden.

Günter Langenberg – 1952 in Hückeswagen im Bergischen Land geboren – war von 1974 bis 2016 als Beamter im Auswärtigen Dienst der Bundesrepublik Deutschland tätig und in diplomatischer Mission an zahlreichen deutschen Auslandsvertretungen im Einsatz (u. a. in Istanbul, Algier, Tokyo, Osaka, Reykjavik, Kairo und Washington, DC). In seinen letzten 17 Auslandsjahren war er als Kanzler (Leiter der Verwaltung) eingesetzt. Und er war insgesamt 17 Jahre in Japan „auf Posten“ – an der deutschen Botschaft in Tokyo und am deutschen Generalkonsulat in Osaka. Nach Osaka kam er 1996, ein Jahr nach dem katastrophalen Erdbeben in Kobe. Das Generalkonsulat musste von Kobe nach Osaka verlegt werden. Eine besondere Aufgabe für Günter Langenberg. Auf seinen „letzten Posten“ nach Tokyo ging er 2011 – nach der Dreifach-Katastrophe von Fukushima. Die Botschaft war infolge dieses furchtbaren Desasters personell ausgedünnt. Eine besondere Herausforderung für den für Personalfragen zuständigen Kanzler.

Im November 1980 betrat Günter Langenberg zum ersten Mal japanischen Boden. Vom Flughafen Tokyo-Narita aus fuhr er Richtung Innenstadt und sah die schwarze Silhuette des Fuji, des heiligen Berges Japans, im Sonnenuntergang. Das sei ein gutes Omen, wurde ihm gesagt, und es bewahrheitete sich. Japan ließ ihn nicht mehr los.
Zusammen mit seiner japanischen Frau hat er Japan so intensiv bereist wie kein anderes Land. Fast immer mit dem Auto. Nach Hokkaido ging es und nach Kyushu. Nur nach Okinawa – zu den wunderschönen Ryukyu-Inseln – ging es naturgemäß mit dem Flugzeug. Auch auf der Insel Shikoku war er einige Male und hat dort die imposante Stadt Matsuyama mit ihrer stolzen Burg besucht, die seit 1988 eine wichtige Partnerstadt von Freiburg im Breisgau ist.

2016 wurde Günter Langenberg pensioniert (das Wort „Ruhestand“ mag er nicht) und lebt seither mit seiner Frau in Freiburg, der Stadt, wo er sich schon in früheren Jahren bei Kurzaufenthalten „sauwohl“ fühlte. Wen wundert es bei seiner Vergangenheit, dass er 2017 unserem Verein beigetreten ist? – Bei der Mitgliederversammlung am 13. Oktober 2017 wurde er zum 2. Vorsitzenden gewählt.

Übrigens: Günter Langenberg ist Hobby-Lyriker („Freizeitpoet und Reimkünstler“). Er schreibt und veröffentlicht seit vielen Jahren humorvolle Gedichte. Ein Besuch in seiner Lyrikscheune — www.lyrikscheune.com — lohnt sich.

Schnupperkurs Korindo-Aikido für Kurzentschlossene

Korindo-Aikdo Schnupperkurs November2017Weihnachten steht wieder vor der Tür und damit die Zeit des Geschenkeienkaufens, der Weihnachtsbesuche und der Weihnachtsessen — den Glühwein nicht zu vergessen. Das erfordert einen fitten Körper und einen ausgeglichenen Geist. Beides erhält man am besten durch Korindo-Aikido, die ideale Vorberetung auf die Festtage.

Fur Kurzentschlossene bietet Herr Flieger einen Schnupperkurs an:

Wann: 28. November bis 19. Dezember 2017,
4 mal Dienstags von 20.30 Uhr bis 22.00 Uhr.
Wo: Marie-Curie-Straße 1 (im Vauban: Straßenbahnlinie 3 bis Paula-Modersohn-Platz)
Preis: 18,- €

Kostenloses Probetraining am 28. November 2017

Weitere Informationen finden sie in der PDF-Ankündigung des Schnupperkurses.

Stammtisch November 2017

Wir möchten an dieser Stelle auf den nächsten Stammtisch der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Freiburg Matsuyama e.V. hinweisen. Er findet — abweichend vom üblichen Schema — am 15. November 2017 im Restaurant Mai Garden, Habsburger Straße 105, um 19 Uhr, statt (im Keplerturm neben der Post). Neben den Mitgliedern der Deutsch-Japanischen Gesellschaft sind auch interessierte Personen herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Zur Planung dieses Stammtischs bitten wir um eine Anmeldung über Doodle.